Many people who visit Haus Müllestumpe to participate in the monthly Folk Club, which is held there on first Fridays, know it only as a wonderful music venue, set in wonderful park-like surroundings, with a convivial atmosphere, tasteful decor and tasty and refreshing vittlels. It is all of this, and the folk club is settling well into its new found home, but it is also very much more besides. It is really only the tip of the iceberg which folk clubbers see on their monthly visits, and there is an awful lot going on behind the scenes which helps to improve both the current and future quality of life of a group of people who would be considerably less advantaged without the existence of Haus Müllestumpe. To honour the good work carried out there the current Federal President recently paid a visit during his stay in Bonn. In an increasingly compartmentalised world, it is always good to see people getting together, from many different walks of life, to share a common wothwhile aim of peaceful betterment. Most of the good things in life are worth waiting for, so if you may perhaps find yourselves waiting a little longer than usual on some rare occasion for your fare, just grin, enjoy the music, remember what it cost you to get in, and start humming to yourself that tune that ol' Satchmo made famous back in the 1960's, "What a Wonderful World"
John Harrison
Link to General Anzeiger Article:
http://www.general-anzeiger-bonn.de/lokales/bonn/Bundespraesident-hebt-Bedeutung-des-sozialen-Engagements-der-Buerger-hervor-article837614.html
Montag, 27. August 2012
Montag, 6. August 2012
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Sonntag, 15. Juli 2012
Detlefs Bericht vom FC 28
Folk Club (Nr. 28) im Juli 2012 – Begeisterung durch Spontaneität
Wer hätte gedacht, dass ein Folk Club-Abend ohne Special Guest eine so runde Sache werden sollte? Jedenfalls war der Anmeldezettel gut gefüllt. Barry Roshtos Idee, möglichst Lieder zu spielen, die eine Bezug zum Telefon haben, war von den meisten Teilnehmen begeistert aufgegriffen worden, und so wurde ein buntes Kaleidoskop unterschiedlicher Musikrichtungen präsentiert.
Trotz des verlockenden Biergartenwetters hatte
sich auch eine ansehnliche Gemeinde versammelt. Da aber die Terrasse des Hauses
Müllestumpen zusätzlich außerordentlich gut besucht war, gab es mittlere bis
größere Engpässe bei der Getränkeversorgung. Erhebliche Unruhe beim Publikum
war die Folge und so drang Master John Harrison mit seinem Warm up nur
anfangs nur etwas schleppend zum Publikums durch. Mit trockener Kehle ist nun
mal die Aufmerksamkeit etwas behindert.
Dabei hatte John sich mit seiner Tochter
Jenny eine einfühlsame Begleiterin am Klavier mitgebracht. John und Jenny
starteten den Abend mit „Memphis Tennessee“, einem Klassiker von Altmeister
Chuck Berry. Der Telefonbezug ist überdeutlich „Long distance information, give
me Memphis, Tennessee“ lautet die Startzeile. In „Driving Wheel“ von David
Wiffin geht es um einen Mann, der zu seiner Freundin fahren will, aber auf dem
Weg dahin vielfältigen Widrigkeiten ausgesetzt ist. Also muss er sie anrufen,
um ihr zu sagen, dass er sie liebt und dass sich seine Ankunft etwas verzögert.
Bei „Hi Heel Sneakers“; einem Blues von Tommy Tucker, kommt kein Telefon vor,
aber der Mann sagt seiner Freundin auch ohne technische Hilfsmittel, dass sie
sich zum Ausgehen doch bitte schön machen möchte: „Put on your red dress,
baby“. Super vorgetragen und begleitet.
Als nächster war Ralf Klein an der
Reihe. Ralf, der zuvor offenbar monatelang um einen Auftritt herumgeschlichen
war, konnte kaum glauben, dass seine Instrumentalstücke auf der Gitarre auch
ohne Verstärker beim Publikum landen würden. Aber wie so oft bei leisen Stücken
verstummte auch hier plötzlich das Gemurmel. Ralf bot eine wunderbar gespielte
Zusammenstellung verschiedener
spanischer und südamerikanischer Klassiker, darunter auch „Garota de Ipanema“
des Brasilianers Antonio Carlos Jobim, und Eigenkreationen im Tango- und
Flamecostil und erntete großen Applaus. Die Stücke hatten zwar keinen
Telefonbezug, aber „Telefon“ war ja auch keine Bedingung. Die einzige Bedingung
im Folk Club lautet: Keine Verstärker!
Bereits alte Folk Club-Hasen sind Lothar
Heinrich und Gabi Tieboka, die schon mehrmals in unterschiedlichen
Konstellationen im Folk Club aufgetreten waren. Diesmal wagten sich Lothar und
Gabi an gute alte deutsche Kost heran: Mit dem als Duett gesungenen „Was kann
der Sigismund dafür, dass er so schön ist“ aus der Operette „Im Weißen Rössl“
aus dem Jahr 1930 landeten sie gleich einen Volltreffer. „Green, Green Grass of
Home“, von Curly Putman und bekannt in der Version von Tom Jones, trug Lothar
dann allein mit viel Schmalz in der Stimme vor. Erneut als Duett begeisterten
Lothar und Gabi mit dem Klassiker „Am Sonntag will mein Süßer mit mir Segeln
geh’n“ aus dem Jahre 1929. Das Publikum war inzwischen warm geworden und sang
den Refrain lauthals mit. Die Begeisterung verlangte nach einer Zugabe und
erhielt sie mit dem Calvin Russel-Song „Crossroads“.
Eine wahre Entdeckung ist der junge Kolumbianer
Alvaro Arango. Mit sicherer Gitarrentechnik und raumfüllender Stimme gab
er sein Folk Club-Debüt mit dem Tom Waits-Lied „Telephone Call From Istanbul“ –
Wir waren wieder zurück bei den Telefonliedern. „You Are Song“ lautete eine mit
viel Gefühl gespielte Eigenkomposoition, und mit dem melancholischen „Simple
Twist of Fate“ brachte er zum Schluss ein famos gespieltes und gesungenes
musikalisches Opfer an den Folk-Gott Bob Dylan dar, der zwei Tage zuvor ein
viel umjubeltes Konzert in Bonn gegeben hatte – dicker Applaus vom Publikum,
verbunden mit der Hoffnung auf mehr in kommenden Folk Club-Treffen.
Pünktlich wie die Maurer tauchte dann plötzlich
Theo Seitan mir der Gitarre auf dem Rücken zu seinem Auftritt auf, um
mit einem einzelnen Lied seinen Beitrag zum Telefonthema zu leisten. Das Wise
Guys-Lied „9 Live“ traf voll ins Schwarze und Theo brachte die Komik des Liedes
über die unsägliche Anrufsendung, bei der „schwierige“ Rätsel zu lösen sind
(wie heißt Boris Becker mit Vornamen?) und die naiven Anrufer in teuren
Telefonwarteschleifen abgezockt werden, mit viel Witz ins Publikum.
Nach der Pause gab John Harrison zum
Andenken an seinen sehr jung gestorbenen Freund Jonathan Ole Wales Rogers einige
von dessen schönen Liedern zum Besten: „It’s Getting so Very Hard“, „Didn’t
They Even Want to Know You“ und „Geoffrey“ lauteten die Titel.
Annette, die beim vorigen Folk Club ihr
umjubeltes Debüt mit einem Instrumentalstück hatte, brachte uns mit 100 %
Telefon zurück zum Thema: „Hygiaphone“ lautete der Titel der französischen
Rockgruppe „Téléphone“ aus den 70er und 80er Jahren. In dem Lied geht es um die
Sprechgeräte, die hinter Glasscheiben abgeschottete Schalterbeamte (z.B. bei
der Post) mit den Kunden verbinden. Auf der Ukulele begleitete sie sich danach
gekonnt zum Police- bzw. Sting-Lied „I Can’t Stand Losing You“. Besonders Viel
Applaus bekam Annette anschließend für Annett(!) Louisans Lied „Drück die 1“ –
großer Spaß für Publikum und Annette!
Als weiterer Folk Club-Debütant trat der
ansonsten routinierte Gerhard Lemm aus Mehlem auf. Gerhard, eine
publikumserprobte Rampensau, wie sie im Buche steht, fesselte die Menge
augenblicklich. Das Lied von Jean Fauré: „Über sieben Schranken musst du geh’n“
persifliert mit viel Humor zur Melodie von Karat („Über sieben Brücken ...“)
die Leiden des Bonner Südstadtbewohners (auch Lannesdorfer, Friesdorfer,
Dottendorfer und Kessenicher jammern zu recht) wegen der Wartezeit an den
Schranken. Ein wahrer Knüller war das Lied „Handy“, die Kreation der
Eifel-Rockband „Wibbelstetz“ („Handy, Handy, jeder braucht n’ Handy“) zur
Melodie von den Kinks („Dandy“). Gerhard konnte darin auch sein unverfälschtes
Bönnsch Platt einsetzen – echter Folk! Mit seiner souverän beherrschten
zwölfsaitigen Gitarre und mit sicherer, tragender Stimme sorgte er dabei für
satten Sound. Für die unvermeidliche Zugabe angelte er sich Gabi Tieboka für
ein Duett: „An Tagen wie diesen“ von den Toten Hosen war schon fast eine Hymne
an den Folk Club. Das Publikum sang den Refrain kräftig mit und war begeistert.
Danach war eine Steigerung fast nicht mehr
möglich, aber nur fast! Daniel Mennicken, der bereits ein alter Bekannter
ist, hatte sich Verstärkung in Person von Michael Isack mitgebracht.
Beide wagten sich an anspruchsvolle Kost, die sie dank souveräner Gitarren- und
Gesangskünste mit Bravour vortrugen: Stephen Stills’ „Haven’t We Lost Enough“
kam brillant gespielt rüber, und das Publikum wurde mucksmäuschenstill. Bei
„Thirty Three“ von Smashin’ Pumpkins und „Add it Up“ von „Violent Femmes“
glänzten sie mit Musikalität, technischer Perfektion und Spielfreude – ein
Genuss.
Perfekt war anschließend das Zusammenspiel der
beiden zusammen mit Gerhard und Annette bei einer Kreativsession zum Abschluss
des Abends, bei dem Barry Roshto, der diesmal eigentlich keinen Beitrag
vorgesehen hatte, spontan eine „Jock Stewart“-Passage in den Refrain von „Lady
in Black“ hineinwebte – perfekte Musikalität zum Abschluss eines ungewöhnlichen
Abends, der eigentlich als ganz gewöhnliche Singers’ Night begonnen hatte. Aber
wie so oft bekommt der Folk Club in seinem Verlauf eine ganz eigene Dynamik,
die nur durch die besondere, inspirierende Kraft der Musik zu erklären ist.
Wir freuen uns auf die nächste Auflage des Folk
Club am 7. September mit einer weiteren Singers’ Night. Wir sind gespannt auf
erneute angenehme Überraschungen.
Mittwoch, 11. Juli 2012
3 Songs Bonn
John was with us again!
http://3songsbonn.com/2012/07/08/singing-on-the-telephone/
And more Photos!
http://s26.photobucket.com/albums/c124/johnhurd001/Bonn%20Folk%20ClubJly12/
Thanks one more time John!
http://3songsbonn.com/2012/07/08/singing-on-the-telephone/
And more Photos!
http://s26.photobucket.com/albums/c124/johnhurd001/Bonn%20Folk%20ClubJly12/
Thanks one more time John!
Dienstag, 10. Juli 2012
Samstag, 9. Juni 2012
Detlefs Bericht - FC 27
Folk Club (Nr. 27) im Juni 2012 – Four Fiddlers
begeistern
Jeder Folk Club Abend hat seine eigene Geschichte
und Dynamik. Der Juni Treff hatte dem Organisationsteam zunächst
etwas Lampenfieber bereitet, weil für diese eine Veranstaltung
erneut ein neues Lokal ausprobiert werden musste. Aber – alles lief
hervorragend, trotz des etwas kleineren Raumes. Die rund 70 Besucher
rückten ein wenig zusammen und so entstand eine fast intime
Atmosphäre, bei der sich Musiker und Publikum nahe kamen. Dem
Rheindorfer Hof wurde von Besuchern und Musikern gleichermaßen eine
besonders schöne Atmosphäre bescheinigt einschließlich der
wunderbaren Bewirtung.
Aber nun zum eigentlichen, der Musik:
Gibt es noch Steigerungsmöglichkeiten für den
kleinen, improvisierten und in der Freizeit organisierten Folk Club?
Ja sie gibt es, und die Four Fiddlers sind der lebende Beweis
dafür. Die Special Guests des Abends schickten ein wahres Feuerwerk
an Spielfreude, Musikalität, Vielseitigkeit und Originalität in das
Publikum herab, das sich bei den vier Musikern mit Begeisterung und
absoluter Hingabe revanchierte.
Das Quartett aus dem Bergischen Land hat sich erst
vor etwa einem Jahr zusammengefunden, aber bereits ein abendfüllendes
Repertoire mit Volksliedern aus zahlreichen Regionen der Welt
erarbeitet. Die Gruppenmitglieder sind Steffi Hölzle (Geige und
Bratsche) und Daniel Marsch (Geige und Akkordeon), die bereits vor
einiger Zeit als Duo „Tangoyim“ mit hauptsächlich jiddischer
Musik im Folk Club aufgetreten sind, sowie Ariane Böker mit Geige,
Gitarre und Klavier und Ecki Schwandke mit Geige und Bratsche.
Den Auftakt machten sie mit zwei schwedischen
Liedern, den Instrumentals „Äppelbo Gånglåt“ und „Gärdeby
Gånglåt“ und dem romantischen Lied „O Skåne Lann“ (O schönes
Schonen). Steffi und Ariane konnten dabei auch ihre Gesangsqualitäten
demonstrieren. Ecki hatte ihnen nach eigenen Berichten zuvor die
korrekte schwedische Aussprache des Textes beigebracht.
Danach gab es einen kleinen Abstecher über den
Atlantik mit dem Bluegrass Lied „Faded Love“, einem in den USA
viel gespielten, traditionellen Lied. Weiter ging’s mit „Southern
Flavor“ und irischen und schottischen Jigs. Zum Abschluss des
ersten Teils spielten sie ein Set von Tänzen aus Ungarn.
Aber zurück zur Reihenfolge:
Wie immer wurde der Abend von John Harrison
eröffnet. Der Warm up startete diesmal aber nicht mit einem Blues
sondern mit dem a Capella gesungenen Lied „Oh What a Beautiful
Morning“ eines Cowboys aus dem berühmten Musical Oklahoma von
Rodgers and Hammerstein. An Johns Interpretation des Jazz-Songs
„Nobody Knows You, When You’re Down And Out” von Jimmie Cox
hätte Bessie Smith ihre helle Freude gehabt. Das instrumental auf
der Dobro Gitarre gespielte, von John selbst komponierte Stück
“Whistling Walvis” war ein kleiner Leckerbissen. Die
unvermeidliche aber immer wieder gern genommene kleine
Geschichtsstunde (Bildungsauftrag!) folgte mit dem „Chemical
Worker’s Song“ von Ron Angel über das Elend unzureichend
geschützter Chemiearbeiter im England des 19. Jahrhunderts, den John
a Capella vortrug und den das Publikum dank vorhandener Textzettel
lautstark mitsang. Abgerundet wurde der Einstieg durch den Blues “All
by Myself” des Altmeisters Big Bill Broonzy.
Inzwischen ein alter Folk Club-Hase ist der
ansonsten noch recht junge Richard Limbert, der wieder einige
seiner selbstkomponierten Lieder vorstellte. Bemerkenswert sind die
Zusammenhänge, die er mit seinen Texten aufgreift: „It’s a
Beautiful Sin“ lautete der Refrain des ersten Liedes – Liebt
Richard etwa die Sünde? Beim nächsten Lied ging es um die das
Sprichwort aus Indonesien, dass es besser sei, etwas gehabt und dann
verloren, als es überhaupt nicht gehabt zu haben. Ein weiteres Lied
beschäftigte sich damit, dass es auch vorangehen kann, wenn es
gelegentlich rückwärts oder seitwärts geht. Leider konnte der
Chronist nicht dem gesamten Text folgen. Vielleicht stiftet Richard
ja mal seine philosophischen Liedtexte dem Folk Club Archiv. Zum
Abschluss seines Auftritt sang Richard das bekannte Lied über die
Niederlage der Südstaaten im amerikanischen Bürgerkrieg und das
bedrückende Gefühl ihrer Bewohner in der Zeit danach „The Night,
They Drove Old Dixie Down“. Beeindruckend, wie Richard gleichzeitig
Gitarre, Mundharmonika und mit dem Fuß ein Tamburin spielte.
Nach der Pause beglückte uns Barry Roshto
mit den lange angekündigten Telefonliedern, das heißt mit Liedern,
in denen in irgendeiner Weise das Telefon vorkommt. Vor zwei Monaten
hatte er uns schon mit einer wunderbaren Interpretation des Max Raabe
Liedes „Kein Schwein ruft mich an“ auf diese Serie eingestimmt.
Mit
einem kurzen Medley aus den schon vorgetragenen „Kein Schwein ruft
mich an“ und „Silvia's Mother“ mit einem Chorus von „Wähle
333 auf dem Telefon“, machte er den Anfang, schwenkte dann aber in
einen kleinen Abstecher ins Land der Beatles. Das
Lied „When I’m Sixty-four“ münzte er mit einer gekonnten
Jazz-Interpretation auf seinen eigenen Geburtstag just an diesem Tage
um in „When I’m Fifty-four“ – Das Publikum war begeistert,
und offenbar hatten viele die Platte Sgt. Pepper’s Lonely Hearts
Club Band oft genug gedreht, um den Text auswendig mitsingen zu
können – perfekt! Mit Patty Larkins „Booth of Glass“ waren wir
wieder bei den Telefonliedern und bei „Call Me” von Blondie
konnte das Publikum effektvoll das Echo des Hintergrundchors singen,
Barry sorgte dabei für eine kleine Dirigentenunterstützung.
Nach
einem Monat Abstinenz hatte Steve Perry wieder eine kleine
Kostprobe aus seiner Heimat für uns bereit. Für alle, die es noch
nicht kannten und natürlich auch für die, die es kannten, trug er
in bestem, breiten Amerikanisch den unnachahmlichen Radio-Werbespot
für eine Bibel für $ 29,99 vor, die mit Bildern aus der Zeit „When
Jesus walked on earth“ ausgestattet sei. Als Dreingabe für
schnelle Besteller pries der Spot ein Bild von Jesus mit seinem
eigenen leuchtenden Autogramm an – zum Schreien! Zum Thema passte
dann der „niedliche” Country Song „We Need a Whole Lot More of
Jesus – And A Lot Less Rock And Roll” von Wayne Raney, den Steve
zur Begleitung mit seiner brasilianischen Viola Caipira sang. Der
Text ist beeindruckend – unvorstellbar, dass Lieder mit solchen
Texten („We Need More Old Fashioned Preachers“) landesweit
populär waren – und vermutlich noch sind.
Aber danach ging es mit „godless music“ weiter,
die von Steves Mitstreitern aus seiner Band „FernerLiefen“
präsentiert wurden. Uli Köhler und Anke und Jörg Bohnsack
rockten mit dem Credence Clearwater Revival Song „Down on the
Corner“ von den Drifters mächtig los und ließen das Publikum dank
ihrer Liedzettel kräftig mitsingen. „Under The Boardwalk“ wurde
ebenso dankbar aufgenommen, und als Zugabe wurde „Hello Mary Lou“
von Ricky Nelson gespielt – vergnüglich!
Mit (leider) nur einem Stück wartete danach Annette
auf: Ein instrumentales Gitarrenstück, das vor allem vielen
Norddeutschen geläufig sein müsste. Der NDR benutzte es in den
Achtzigern als Pausenfüller zwischen Fernsehsendungen in seinem
Regionalprogramm. Das Stück heißt „Das Loch in der Banane“ von
Klaus Weiland, einem früheren Weggefährten von Hannes Wader und
Werner Lämmerhirt – super gespielt Annette, und hoffentlich gibt
es bald eine Zugabe.
Als krönenden Abschluss gaben die Four Fiddlers
weitere Kostproben ihres Könnens. Nach einem weiteren schwedischen
Stück ging es ab in Richtung Südosten mit einem Set von Tänzen aus
der nordrumänischen Provinz Maramures. Danach wurde es russisch mit
den „Russen am Rhein“. Zum Abschluss ging es über die Schweiz
(u.a. „Am Landsgemeindssunntig“) Richtung Bayern. Dort war Ariane
in ihrem Element und konnte ihr Heimatidiom richtig ausspielen. „D’Simmasmoad z’ Heigendorf“, ein Lied über zu viele Flöhe, wurde
stilecht gesungen. Das Stück „Klarinettenmuckl“ perfekt von
Ariane angekündigt, hört sich auch mit Geigen gespielt super an.
Mit „Hans bleib da, man weiß ja nicht wie’s Wetter wird“ ging
die Exkursion in unseren südlichen Landesteil zuende. Ohne Zugabe
durften die Fiddlers nicht fortgehen, und so stimmten sie die
Titelmusik von „Pippi Langstrumpf“ an mit entsprechender Resonanz
aus dem Publikum – eine große Gaudi mit viiieeel Applaus!
Die Four Fiddlers können demnächst auch in
Düsseldorf (am 15. Juni im Café Startklar) und in Hagen (am 24.
August im Kulturhof Emst) gehört werden.
Ein Folk Club geht nicht stilecht zuende ohne „Jock
Stewart“, diesmal mit tatkräftiger Hilfe der Four Fiddlers.
Auf Wiedersehen am 6. Juli 2012, diesmal wieder im
Haus Müllestumpe mit einer reinen Singer’s Night.
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