Donnerstag, 24. Mai 2018
Mittwoch, 23. Mai 2018
Marios Bericht vom Folk Club Nr. 91 am 4. Mai 2018
Nun
sind wir mit der Digitalisierung des Folk Club Bonn noch nicht so weit, dass
ihr euch die Texte des Blogs vorlesen lassen könnt, aber einen kleinen Eindruck
vermittelt die Überschrift vielleicht schon, wie Master John den 91. Folk Club
eröffnet hat. Eine Hommage an den special Guest Daria Kulesh, der fantastischen
Liedermacherin mit russischen und inguschetischen Wurzeln (für alle, die es
nicht sowieso wissen: Inguschetien (Ингушетия) oder die Inguschetische Republik
oder auch inguschisch Ghalghai Mochk (Ghalghaiche) ist eine im Nordkaukasus
liegende autonome Republik von Russland (mit einer eigenen Amtssprache) – aber
davon später mehr.
Begonnen
hat der Folkclub diesmal – anders als sonst – mit einem kleinen Ensemble, in
dem die Bläser in der Überzahl waren. Serendipity zeigten wie
Blockflöte(n), Gitarre, Cajon und Didgeridoo einen fremd-vertrauten Klang in
Dotty's Bar zaubern können. Die Gruppe bestehend aus Karin Schüler,
Gerald Löhrer, Regine Perry-Mertens und Steve Perry spielte das Beatles-Lied "Fool on the Hill",
ein schöner Beitrag zum Thema des Abends "Ungewöhnliche
Kombinationen".
Danach
aber wieder, wie gewohnt, die bekannte Eröffnungsstimme mit bluesigen Tönen von
John Harrisson streckenweise unterstützt auf der Mundharmonika von Paolo Pacifico. Forderte er zuerst das Publikum mit dem Song „Hail!
Hail! The First Of May“ zum Mitsingen auf, so brauchte er bei seinem
zweiten Stück „Cocaine“ dies nicht mehr zu tun. Ob auf Deutsch oder im
englischen Original, die bekannte Zeile „Cocaine, all around my brain“ wurde
von fast allen mitintoniert. „Zeppelina“
ein Stück über eine Ente aus der Rheinaue schloss sich an und verdeutlichte,
wie Lieder entstehen (die Ente machte es sich auf Johns Balkon bequem und Johns
Tochter verpasste ihr den Namen Zeppelina, was wiederum John zu einem Lied
anregte). Das nächste Stück barg neben großer Musikalität eine weitere
Überraschung. John brachte ein neues Gesicht in den Folkclub. Eva Henneken,
eine tolle Violinistin, suchte nach einem 5jährigen Aufenthalt in Neuseeland
hier in Bonn den Anschluss an Musiker, und John brachte sie natürlich sofort in
den musikalischen Verkuppelungsclub FCB. Dass dies eine gute Idee war zeigte,
sich nicht nur in dem gemeinsam gespielten Song „Angel in Disguise“,
sondern auch später, als Eva sich spontan auch mit Uwe Gillert und Band
zusammentat.
Holger
Riedel, der
musikalisch mutige Felsen in der Brandung von Tönen hatte seinen zweiten
Auftritt im Folkclub – und auch hier zeigte sich wieder einmal die soziale
Qualität des FCB. Nicht nur, dass Holger ein Forum zum Ausprobieren seiner
musikalischen Qualitäten bekam, nein, sein erster Auftritt mit Ukulele hat
Holger der Musik wieder so nahe gebracht, dass er diesmal mit seiner, seit
Jahrzehnten nicht mehr angerührten Gitarre kam. Aber zuerst einmal rezitierte
er das Gedicht „Die Launen der Verliebten“ - und dies mit großem
schauspielerischem Einsatz und Können. Die Zuhörer fühlten sich direkt in das
Geschehene versetzt. Die Gitarre kam dann bei dem Lied „Eine Insel mit zwei
Bergen“ in der Originalversion der Augsburger Puppenkiste zum Einsatz.
Cinnamon
Trail, eine
Indie Pop Gruppe aus Bad Honnef (Susanne Kress, Melanie Mädje und Dominik Gassen) eroberte als nächstes die Bühne. Mit Gitarre,
Ukulele, Akkordeon und Klavier begleiteten die drei MusikerInnen ihre Cover
Stücke „Closer to Fine“, „Out of the Weekend“ und „Baker Street“ - eine
Reise von den Indigo Girls über Neil Young zu Gerry Rafferty wie die Kenner
sofort bemerken dürften. Übrigens, die Cinnamon Trails sind auch Organisatoren
eines weiteren musikalischen Session Ereignisses im Bonner Umland. Im alten
Rathaus von Bad Honnef – im Basement – wird einmal im Quartal eine Akustik
Session angeboten (allerdings wird dort die Akustik elektrisch verstärkt :-) )
Übergeben
wurde die Bühne nun an Daria Kulesh, die, wie oben erwähnt, direkt aus
dem Kaukasus kam (allerdings nach jahrelangem Zwischenstopp in Hope, einem
englischen Minidorf (es stehen rechts und links ein paar Häuser an einer
Straße, so John Harrisons Einführung), die Daria sich als ihren
Lebensmittelpunkt gewählt hat. Begonnen hat sie mit einem „Inguschetischen Lied“
welches sie von ihrer Großmutter gelernt hat. Leider ist der Rekorder beim
91ten Folkclub ausgefallen, so dass euer Chronist keine Inhaltsangabe des
Stückes machen kann (normalerweise hätte ich mich natürlich hingesetzt und eine
Übersetzung aus dem Inguschetischen angefertigt). Aber schön und anrührend war
das Lied, aus dem die viel beschworene russische Seele sprach. Mit „Those
Were the Days“ betrat Daria dann wieder internationalen Boden und das
gleich in vier Sprachen. Unnötig zu erwähnen, dass das sangesfreudige Publikum
natürlich sofort mit einstimmte und aus dem Lied einen Chor machte. Daria
versäumte dabei nicht, mitzuteilen, dass das Lied auf einer Melodie basiert,
die aus Russland stammt. Auch bei dem mittelalterlichen Lied „The Witch“
durfte das Publikum nicht nur mitmachen, sondern musste dies sogar. Denn wie
sollte Daria alleine das abergläubische Volk darstellen, welches mit dem
Fingerzeig auf sich selbst die Anklage „The Witch“ proklamierte. Und diese
„Anklage“ zeigt, dass viele ständige Zuhörer des Folk Clubs nicht nur
musikalische, sondern auch schauspielerische Talente in sich haben. Den
Abschluss der ersten Hälfte machte Daria mit einem eigenen Lied. Auch „The
Hairdresser“ nahm das Publikum mit und wenn der Raum nicht eine gehörige
Portion Frischluft benötigt hätte, wäre die Pause sicherlich verschoben worden.
Um es vorweg zu nehmen: In der zweiten Hälfte kam Daria wieder und begeisterte
weiter mit den Songs „Story of Tamara“, „The Panther“ und „Like
a Snowflake on Your Chin“. Natürlich mussten Darias Wurzeln auch deutlich
gemacht werden, was sie mit einem vertonten „Russischen Märchen“ und
einer „Alten Russischen Widmung“ tat.
Nach
der Pause wurde wieder ein Gedicht vorgetragen. Peter Deteren, diesmal
auf dem Didgeridoo von Steve Perry begleitet, rezitierte den „Scarabäus“,
ein Gedicht über Schönheit und Hochmut und natürlich über den Fall, der danach
immer folgt.
Wie
auch schon kurz erwähnt, erklomm nun der alte Folkclubbekannte Uwe Gillert
mit Band (Udo Labig und Iben) die Bühne. Erweitert wurde diese Band ganz kurzentschlossen mit Eva
Henneken, die sehr gekonnt, zurückhaltend, aber an den richtigen Stellen das
Salz in die musikalische Suppe streuend eine echte Bereicherung war. Aber nun
zum eigentlichen. Gewohnt mit sehr guter, auf zwei Gitarren abgestimmter
Begleitung sang Uwe eigene Lieder – nämlich „Ein schöner Tag“, „Zeit“
und „Herbstlaub“. Alles sehr schöne Lieder, die noch mehr gewinnen
würden, wenn sich Uwes Stimme ein wenig stärker gegen die Gitarren durchsetzen
könnte.
Aber
was sind solche Kleinigkeiten gegen die gute Stimmung und die Atmosphäre, die
alle Musiker gemeinsam in den Folkclub zaubern und auch, wenn niemand auf das
Ende des Folkclubs wartet, so streben doch alle auf den gemeinsamen Schluss zu
Ehren des Patron des FCB hin. „Jock Stewart“ - ich weiß nicht, in wie
vielen Versionen ich dieses Lied nun schon aufgenommen habe – aber ich höre mir
jede Einzelne immer wieder gerne an.
Alle
Begeisterung soll nicht davon ablenken, sondern eher darauf hinzeigen, dass
nach dem Folkclub immer auch vor dem Folkclub ist. Also, out of the bedroom, go
to Dotty's am 1. Juni, welcher ein Louisiana-Abend mit irischer Unterstützung
durch Fil Campbell und Tom McFarland werden wird.
Mario
Donnerstag, 10. Mai 2018
Die Mauersegler sind wieder da! The swifts have arrived once again!
This week though there is something new in the skies over Bonn. The swifts have arrived again from Africa.
Their stay is both brief yet intense and a most wonderful natural occurrence of Joie de la vie and sheer free and rampant flying skills. These amazing birds only make landfall to breed, often in church towers or the lofts of local tall houses. They literally do everything else on the wing.
The swifts are back!
Swift
Diving from your bell tower
On your maiden flight
Wings trembling with uncertainty
Tense with fright
Falling, falling, falling
Newton’s apple in your throat
You know your parents love you
But do they have to gloat?
The wind is rushing faster
The ground appearing near
Can this really be so normal?
My God, I’m feeling queer
Suddenly, your lungs are full and
The joy stick truly yanked
The curve is caught, new flight begins
We’re heading skywards, lessons banked
Fear vanquished, the ultimate flying machine
Makes the first few beats upon the wing
Conquers the air and to the sky is born,
The gleeful wingèd, feathered king
Flying like you never mean to stop
Full pilot control
No winged insect ever safe
On the Norway to the Cape patrol
At first great fear, now a mere “stroll” on the wing
Redefining “non-stop”
As your never-ending areal revere
Allows you perpetual “hip-hop”
What glee feel you now
Super, wingèd dove?
Flying for the United Nations
Master o’er all above
Screee, screeee, screeee,
Schreak, skrieck,
Skreigh skriegh
Scree skreigh
The will-o-the-wing
The screech-maker wiles and sings
Dicing, slicing through the rooftops
On vaulted wings
Some say a swift,
Urbane he be,
Can in the valleys
A mountain turn
To scree
I say a swift, rounding each and every
Roof top with such eternal glee.
“Welcome”
In my rafters be
To nest and seek sojourn
To breed and rest a while
To take breath and breed
And like a stile
Spring into the the air
and fly forever, not like the idle swallow
“I fly today, now I’m grounded ...
and maybe fly again tomorrow!”
You are a continuous cacophonous symphony
Of eternal wondrous, individual flight,
Ecstasy in motion,
Were I you, I might know fright.
Knowing you, I know none
You come as last, and leave us early,
Perpetual marker of the seasons
Antipodal friend in the hurly burly
Summer’s diplomat with summer’s
Whiles do dance
The mountain’s summits are such, yet much lower
Than your daily death-defying night flying trance
Fly forever celestial creature
With cries like none others heard
But ‘twixt Spring and Summer return in May
Enchanting word-defying, breath taking bird.
John Harrison
Their stay is both brief yet intense and a most wonderful natural occurrence of Joie de la vie and sheer free and rampant flying skills. These amazing birds only make landfall to breed, often in church towers or the lofts of local tall houses. They literally do everything else on the wing.
The swifts are back!
Swift
Diving from your bell tower
On your maiden flight
Wings trembling with uncertainty
Tense with fright
Falling, falling, falling
Newton’s apple in your throat
You know your parents love you
But do they have to gloat?
The wind is rushing faster
The ground appearing near
Can this really be so normal?
My God, I’m feeling queer
Suddenly, your lungs are full and
The joy stick truly yanked
The curve is caught, new flight begins
We’re heading skywards, lessons banked
Fear vanquished, the ultimate flying machine
Makes the first few beats upon the wing
Conquers the air and to the sky is born,
The gleeful wingèd, feathered king
Flying like you never mean to stop
Full pilot control
No winged insect ever safe
On the Norway to the Cape patrol
At first great fear, now a mere “stroll” on the wing
Redefining “non-stop”
As your never-ending areal revere
Allows you perpetual “hip-hop”
What glee feel you now
Super, wingèd dove?
Flying for the United Nations
Master o’er all above
Screee, screeee, screeee,
Schreak, skrieck,
Skreigh skriegh
Scree skreigh
The will-o-the-wing
The screech-maker wiles and sings
Dicing, slicing through the rooftops
On vaulted wings
Some say a swift,
Urbane he be,
Can in the valleys
A mountain turn
To scree
I say a swift, rounding each and every
Roof top with such eternal glee.
“Welcome”
In my rafters be
To nest and seek sojourn
To breed and rest a while
To take breath and breed
And like a stile
Spring into the the air
and fly forever, not like the idle swallow
“I fly today, now I’m grounded ...
and maybe fly again tomorrow!”
You are a continuous cacophonous symphony
Of eternal wondrous, individual flight,
Ecstasy in motion,
Were I you, I might know fright.
Knowing you, I know none
You come as last, and leave us early,
Perpetual marker of the seasons
Antipodal friend in the hurly burly
Summer’s diplomat with summer’s
Whiles do dance
The mountain’s summits are such, yet much lower
Than your daily death-defying night flying trance
Fly forever celestial creature
With cries like none others heard
But ‘twixt Spring and Summer return in May
Enchanting word-defying, breath taking bird.
John Harrison
FCB # 91 A Witch Hunt in Folk Club Bonn?
Well, heralded to Bonn, this time beneath the sunny skies, by a veritable Russian nightingale by the name of Daria (Dar'ya) Kulesh, who, with her unique and genuine presentational musical style, both thoroughly enthralled and enchanted the somewhat unexpecting audience at Bonn Folk Club last Friday night. "Veni, Vidi, Vici", might have been the motto for the evening as far as Daria was concerned and we had indeed an Italian latin scholar in the house in the guise of our old friend Paolo Pacifico, the harmonica virtuoso, who appeared to blow again after an extended absence abroad. The theme for the evening was "Unusual Combinations" which, coordinator extraordinaire, Steve Perry took as an invitation to not only organise another truly successful folk evening but to also play his tunable digeridoo effectively on as many sets as possible. There followed a cascade of wonderful floor spots with Holger Riedel, reciting Heinrich Heine concerning lover's moods and bringing his stretched Ukelele to wrap around an island with two mountains. Uwe Gillert brought an ensemble with him to tell us that it was time for a picture of a beautiful day, and a most beautiful day it was indeed. Uwe has recently praised the quality of the audience in FCB in no lesser rag than the "Süddeutsche Zeitung", a most prestigious Bavarian, both a regional and national German newspaper.
Cinnamon Trail was the name of a trio where Dominik Gassen plays a role and Dominik also organizes live music concerts in Oberkassel on the eastern bank of the river Rhine. They took us for an unusual but accomplished walk along Baker Street, this time with an accordion rather than a saxophone, which brought us closer to both the Intro - and Outro- of the Weekend. I used to be a great fan of Neil Young in my earlier days and was thankfully reminded by Cinnamon Trail, that I still am.
So what a wonderful evening all round, but for me personally, the most unusual and rewarding combination of the evening, was to have a violin accompaniment, after such a long time of not having one. Such is the apparent allure of Folk Club Bonn, A young lady born in Bonn who despite classical music training on the violin, had spent five years as a resident of New Zealand and had accustomed herself to play without notes in whatever, folk, Blues, jazz combinations were available "down under", wrote an E-mail and said, "I wish and would like to play".
New Zealand's loss, Folk Club Bonn's gain.
Cliques develop everywhere in many guises, but in FCB we have an open door policy where people can hopefully walk-in and thrive. Dear Ulf Breuer the patron of GoVinum in Bad Godesberg, which graciously gifted the Folk Club Bonn a metal bar stool with a black leather top, some years ago, and which is now called CoWiCo, related that his eyes watered when I played "Angel in Disguise" with Eva Henneken on the fiddle. She is accustomed to carrying her instrument in a hard case, but in the past, many troubadours and poets including my favourite English poet John Clare simply slung their violins in a soft sack over their shoulders and referred to them henceforth as fiddles.
Ulf also used to run the BaGo pub opposite the Kinopolis cinema complex in Bad Godesberg and I remember playing there years ago and discovering his love of the Reverend Gary Davis' Blues songs.
Zeppelina is a tribute to both wild brooding animals and refugees. Please read it and come to your own conclusion.
Zeppelina
There will be much more to read here, especially about Daria Kulesh in the next few days.
Here she is re-awakening an old well established Bonn pastime in the first half of the seventeenth century, namely witch hunting! Civilisation really is sometimes just a very thin veneer, mijnheer.
I do guided tours of Bonn in English in the year 1698 as a night watchman, and even I found it frightening! "Begone" is a song written by Daria herself based on the true story of Jane Wenham, the witch of Walkern, near Stevenage in England who was tried for witchcraft in 1712. The story of Jane Wenham had an unusually happy ending as she was granted a royal pardon.
Begone
Cinnamon Trail was the name of a trio where Dominik Gassen plays a role and Dominik also organizes live music concerts in Oberkassel on the eastern bank of the river Rhine. They took us for an unusual but accomplished walk along Baker Street, this time with an accordion rather than a saxophone, which brought us closer to both the Intro - and Outro- of the Weekend. I used to be a great fan of Neil Young in my earlier days and was thankfully reminded by Cinnamon Trail, that I still am.
So what a wonderful evening all round, but for me personally, the most unusual and rewarding combination of the evening, was to have a violin accompaniment, after such a long time of not having one. Such is the apparent allure of Folk Club Bonn, A young lady born in Bonn who despite classical music training on the violin, had spent five years as a resident of New Zealand and had accustomed herself to play without notes in whatever, folk, Blues, jazz combinations were available "down under", wrote an E-mail and said, "I wish and would like to play".
New Zealand's loss, Folk Club Bonn's gain.
Cliques develop everywhere in many guises, but in FCB we have an open door policy where people can hopefully walk-in and thrive. Dear Ulf Breuer the patron of GoVinum in Bad Godesberg, which graciously gifted the Folk Club Bonn a metal bar stool with a black leather top, some years ago, and which is now called CoWiCo, related that his eyes watered when I played "Angel in Disguise" with Eva Henneken on the fiddle. She is accustomed to carrying her instrument in a hard case, but in the past, many troubadours and poets including my favourite English poet John Clare simply slung their violins in a soft sack over their shoulders and referred to them henceforth as fiddles.
Ulf also used to run the BaGo pub opposite the Kinopolis cinema complex in Bad Godesberg and I remember playing there years ago and discovering his love of the Reverend Gary Davis' Blues songs.
Zeppelina is a tribute to both wild brooding animals and refugees. Please read it and come to your own conclusion.
Zeppelina
There will be much more to read here, especially about Daria Kulesh in the next few days.
Here she is re-awakening an old well established Bonn pastime in the first half of the seventeenth century, namely witch hunting! Civilisation really is sometimes just a very thin veneer, mijnheer.
I do guided tours of Bonn in English in the year 1698 as a night watchman, and even I found it frightening! "Begone" is a song written by Daria herself based on the true story of Jane Wenham, the witch of Walkern, near Stevenage in England who was tried for witchcraft in 1712. The story of Jane Wenham had an unusually happy ending as she was granted a royal pardon.
Begone
Freitag, 4. Mai 2018
FCB 91 – Freitag, 4. Mai 2018 Flying Tonight
Folk is great - Bier ist gut - and people are crazy!
Live Musik ohne elektrische Verstärkung
FCB 91 – Freitag, 4. Mai 2018
19:00-22:00 Uhr
Eintritt frei
Special Guest:
Daria Kulesh
dazu Floorspots von lokale Musiker
Theme: Ungewöhnliche Kombinationen
Veranstaltungsort:
Dotty's aka Sträters Sports Bar
BTHV- Öffentliches Vereinshaus des
Bonner Tennis- und Hockey-Vereins
Christian-Miesen-Straße 1
53129 Bonn (Dottendorf)
Tel.: 0228/93390606
Dotty's Sportsbar und Restaurant (ehemals Sträters) liegt ungefähr auf halbem Weg zwischen Bonn und Bad Godesberg und ist mit dem Fahrrad in einer Viertelstunde aus beiden Richtungen erreichbar. Mit dem Auto dauert es 5 Minuten. Es gibt viele Parkplätze. Von der Stadtbahnhaltestelle Ollenhauerstr (Linien 16, 63 und 66) sind es ca. 8 Minuten zu Fuß. Dottys/Sträters ist Teil eines Sportareals mit Tennis- und Hockeyplätzen und liegt in einer Nebenstraße der Dottendorfer Strasse, westlich der Eisenbahnlinie gegenüber dem Base Camp und der Bäckerei Lubig. Die Bar befindet sich in der ersten Etage. Leider ist es nicht barrierefrei und so nicht direkt für Rollstuhlfahrer zugänglich, aber wenn Sie im Voraus anrufen, tragen wir liebend gerne Rollstühle samt Fahrern bis in die erste Etage. Wie denken Sie, ist das Klavier da dort oben angelangt?
"Man, all music is folk music. You ain't never heard no horse sing a song, have you?" Big Bill Broonzy
Mittwoch, 2. Mai 2018
Sabines Bilder vom Folk Club am 6. April 2018
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| John Harrison |
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| John Harrison und Christoph Thiebes |
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| Gert Müller |
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| Mario Dompke |
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| BROMO alias Dennis und Marvin Ledermann |
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| Daniel Bongart |
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| The Great Plains alias Darrel und Saskia Delaronde |
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| Programmchef Steve Perry |
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| Louis |
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| Gerd Schinkel |
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| GW Spiller |
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| Jock Stewart |
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| Auch Hunde lieben den Folk Club |
Detlefs Bericht vom Folk Club Nr. 90 am 6. April 2018
Folk Club Nummer 90 am 6.
April 2018 – Kinder, Kinder
Ja, liebe Leute, die 90. Ausgabe des Folk Clubs ist doch
einen Moment des Innehaltens wert. Euer Chronist hat es jedenfalls getan und
über die vielen berückenden Abende mit viel Gänsehaut und noch mehr musikalischen
Entdeckungen nachgedacht. Nehmt Euch mal die Zeit und blättert in unserem Blog.
Über fast jeden der 90 Abende gibt es einen ausführlichen Bericht. Im Folk Club
haben zahlreiche junge Musiker, die jetzt einer Karriere entgegenstreben, erste
Auftrittserfahrung und die nötige Selbstsicherheit erworben. Zwei große
Talente, die vor ein paar Jahren als etwas schüchterne große Jungs ihre eigenen
Lieder vorstellten und nun selbstbewusst eine Fangemeinde um sich versammeln,
gaben dem Folk Club auch heute Abend die Ehre. Aber neben all den Edelsteinen,
die wir immer wieder im Folk Club begrüßen dürfen, sind doch die vielen
Hobbymusiker mit ihren oftmals begeisternden und berührenden Auftritten das
Salz in der Suppe
Wie seit
Beginn des Folk Clubs – ohne jemals gefehlt zu haben – eröffnete unser
Zeremonienmeister John Harrison den Abend, diesmal mit einem Gedicht
über die Magnolie. Just zum Zeitpunkt des Folk Club Abends öffneten die ersten
dieser bemerkenswerten Bäume ihre Blüten und entfalteten ihre herrliche Pracht,
um nach dem Verblühen für den Rest des Jahreskreises als unscheinbare, eher
kleine Bäume von den meisten Menschen kaum beachtet zu werden. Johns Gedicht,
dessen Gestalt als Magnolienblüte sich erst in geschriebener Form entpuppt, und
natürlich auch ein Bild von einer blühenden Magnolie könnt Ihr unter dem
Bericht bewundern. Dieses Jahr ist jedenfalls kein Frost in die Magnolienblüte
gefegt, und somit war die Schönheit in aller Ausführlichkeit in den Bonner
Vorgärten zu bestaunen. Aber was wären Johns Auftritte ohne einen deftigen
Blues. Den bekam das Publikum mit dem Lied „Bring Me Flowers When I’m Living“
von Peetie Wheatstraw – passend zum vorherigen Gedicht – zu hören. John wurde
von seinem Nachtwächterkollegen Christoph Thiebes auf der Mundharmonika
begleitet. Christoph lieferte zudem ein atemberaubendes Solo ab.
Ohne Christophs Begleitung aber mit „stimmgewaltiger“
Resonator Gitarre spielte und sang John das Lied „Oh Well, Oh Well, Oh Well,
das auch den Vers „Do you wanna dance, children?“ enthält – passend zum
heutigen Thema. Von Stephen Foster ist der Titel „Hard Times Come Again No
More“. John erklärte, dass Stephen Foster viele bekannte Lieder komponiert hat,
darunter auch den Gassenhauer „Oh Susanna“. Der Bezug des Liedes zum Thema des
Abends liegt darin, dass zahlreiche Lieder Fosters Eingang in Liederbücher für
junge Leute gefunden haben.
Eine feine,
kleine Gedichteinlage auf Bonner Mundart bekam das Publikum danach von Gert
Müller zu hören. Das witzige Gedicht handelt von einem Pudel, der –
unfreiwillig – mit seinem Schwanz einen Hummer fängt, der in einem Korb am
Eingang eines Fischgeschäftes liegt – putzig.
Gut zum Thema
des Abends passten die Kinderwitze, die John in seinem Abreißkalender gefunden
hatte. Hier eine kleine Kostprobe: Classroom – teacher: „Danny, please
conjugate the verb walk! Danny: „I walk ------ you walk -----“, teacher:
„quicker“, Danny: „I run, you run...“
Ganz dem
Thema des Abends hatte Mario Dompke seine Beiträge gewidmet. Er
verkündete, dass er ausnahmsweise auf Lieder verzichtetet hatte, bei dem das
Publikum zum Tanzen nach vorn kommen muss – oooooch!. Dafür gab es dann „Das
Gespräch mit Tieren“, das eigentlich ein Lied für Erwachsene ist. „Der
Traumpirat“ war dann aber ein richtiges Kinderlied, besonders für Kinder mit
viel Fantasie. Zum Schluss spielte Mario ein Lied, das nicht aus eigener Feder
stammte, ein irisches Kinderlied mit dem Titel „The Tailor And the Mouse“, bei
dem er zur Begleitung sein Banjo benutzte. Das Publikum durfte den ziemlich
wilden Kehrvers mitsingen. Nach ein paar Strophen ging das ganz ordentlich –
Applaus für Mario.
Wie eingangs
schon angekündigt, durften wir nun „Bromo“ begrüßen, zwei Bühnentalente
aus Wachtberg, die im Februar 2016 erstmals im Folk Club schnupperten. Die
Zwillinge Dennis und Marvin Ledermann, die ihren Bandnamen „Brother
Movement“ einfach mit „Bromo“ abkürzen, stellten einige ihrer neuen Lieder vor.
„Please Don’t Go“ präsentierte sich als sehr rhythmisches und mitreißendes Lied
über eine offenbar problematische Beziehung. „Machine“ ist etwas ruhiger und
beschreibt die Gefühle, die mit dem Bekenntnis „I’m feeling like a machine“
zusammengefasst werden. Ein weiteres Lied aus eigener Feder war „The Game We
Play“. Als Cover spielten sie „I See Fire“ von Ed Sheeran, ganz vorzüglich
zweistimmig und mit gekonnter Gitarrenbegleitung. Als Zugabe gab es danach noch
„Wonderwall“ von Oasis – Riesenapplaus für die beiden und viel Erfolg für die
Karriere.
Daniel
Bongart ist ein treuer Weggefährte des Folk Clubs und stellt von Zeit zu
Zeit seine selbstgeschriebenen Lieder vor. Sein schönes Lied über die Gefühle
von Kindern handelt von Vertrauen, Liebe und Hoffnung. „Lights of Life“ ist der
Titel. Mit „Old Man“ besingt Daniel seinen Onkel, der ihm sehr nahe stand. Mit
„You“, einem lyrischen Liebeslied im langsamen dreiviertel Takt beendete Daniel
seinen Beitrag.
Mit Blick auf
Daniel aber auch auf Bromo fragt sich euer Chronist allerdings, was viele
Menschen hierzulande bewegt, ihre Lieder auf Englisch zu verfassen und nicht in
ihrer Muttersprache. Franzosen, Italiener, Spanier kommen nur recht selten auf
diese Idee, warum wir Deutschen?
Ein kleines
bezauberndes Instrumental-Intermezzo bescherte uns Louis auf seiner
Gitarre. Leider verriet uns Louis den Titel des ersten Stückes nicht, das ganz
im Stile der großen spanischen Meister verfasst war. Einfühlsam und virtuos
präsentierte Louis das Stück und bekam großen Applaus. Als Zugabe durfte das
Publikum dann zu „Hallelujah“ von Leonhard Cohen mitsummen – Gefühl pur!
Alte Bekannte
Folk Club sind Gerd Schinkel und GW Spiller. Gerds Spezialität
sind neue bzw. ins Deutsche adaptierte Texte auf bestehende Melodien. Diesmal
gab es zur Melodie von Cat Stevens’ „Blackness of the Night“ das Lied „In
Rabenschwarzer Nacht“, das in beklemmender Weise von einem Flüchtlingsschicksal
erzählt. Das Lied „Draufgänger“ ist in Gänze von Gerd und beschreibt die
Doppelmoral von Müttern bei der Beurteilung der fragwürdigen Eskapaden ihrer
Söhne. „Sie hat ihren ersten Freund“ nimmt sich Väter vor, die es kaum verwinden
können, dass die Tochter ein Liebesverhältnis hat. So kann man das Thema des
Abends auch verarbeiten. Applaus für die beiden und für ihre eindrücklichen und
beeindruckenden Lieder.
Bei „The
Great Plains“ denkt man unwillkürlich an „die Mühen der Ebene“, aber weit
gefehlt. Saskia und Darrel Delaronde aus Kanada vermitteln den Eindruck,
dass sie alles ganz mühelos machen. Auf jeden Fall hatten sie spätestens beim
zweiten Satz mühelos die Herzen des Publikums erobert – mit ihren humorvollen
Kommentaren und natürlich mit ihrer Musik. Den Anfang machten sie mit dem Lied
„If I Needed You“ aus dem Film „The Broken Circle“. Die beiden sangen und
spielten das berührende Lied mit einer Leichtigkeit und Brillanz dass man sich
sagt: Musik kann doch so einfach und schön sein. In dieser Manier ging es
weiter: „Adeline“ beschreibt ein Feuergefecht zwischen einem Bauern und einem
Indianer, der sich an der Ernte des Bauern vergreifen wollte – natürlich eine
wahre Geschichte. Adeline war die Frau des Bauern, der Cultus Jim hieß, aber
dieser Name eignete sich nicht so gut für den Text. Daher musste die Frau für
Text und Titel herhalten. „Orphan Girl“ ist die herzzerreißende Geschichte von
einem Waisenkind. Auch dies Lied stammt aus fremder Feder und zwar von Gillian
Welch. Bei diesem Lied konnte Saskia ihre fantastische Stimme glänzen lassen.
Darell steuert eine absolut stimmige Begleitstimme bei – Gänsehaut hoch drei!
Reinrassiges Bluegrass ist das Lied „The Far Side Banks of Jordan“. Ein Mann
sagt zu seiner Frau, dass er am Jordan auf sie wartet, wenn er vor ihr stirbt.
Ein bisschen von der Melodie von „Glory, Glory, Hallelujah“ kommt auch darin
vor. „The Boxer“ von Simon and Garfunkel war dann etwas zum Mitsingen – volle
Begeisterung. „Hell or High Water“ ist ein Lied über den Entdecker David
Thomson, der Ende des achtzehnten, Anfang des neunzehnten Jahrhunderts in
Kanada zusammen mit seiner Frau unbekannte Landstriche erkundet und kartiert
hat. Das Paar, das für damalige Verhältnisse ungeheure Distanzen zurücklegte,
war 58 Jahre verheiratet und hatte 13 Kinder – auch eine wahre Geschichte!
Natürlich ebenfalls eine wahre Geschichte („true story!“) handelt von einem
Mädchen der Hutterer-Gemeinde, das ein Abenteuer auf dem „Bluebird Trail“
hatte. Weiter geht’s mit „true stories“. „Louis Riel“ ist eine Geschichte, die
Darrels Vater von seinem Vater erzählt bekam. Darrels Großvater hatte an einer
Militäraktion von Aufständischen gegen die Engländer unter dem Kommando des
Rebellen Louis Riel teilgenommen. „Wayfaring Stranger“ war ein Wunsch aus dem
Publikum – und euer Chronist glaubt zu wissen, wer den Wunsch geäußert hat. Wir
haben das Lied schon mal im Folk Club gehört. Die Version von Saskia und Darrel
war bezaubernd. Das Lied beschreibt die Reise der Seele durchs Leben, die in
ihrer Heimkehr durch das Überschreiten des Jordans endet – ein unsterblicher
Klassiker. Saskia und Darrel waren richtig in Fahrt und die Begeisterung des
Publikums entlockte ihnen Lied nach Lied. Witzig und natürlich auch eine „true
story“ ist das Lied über einen Bär, dem man besser fernbleibt. Wenn man einem
begegnet, soll man auf keinen Fall weglaufen – leichter gesagt, als getan.
„Laura’s Kitchen“ besingt die „old days“ als man noch gemütlich um den
Küchentisch herum saß. Auf zahlreichen Wunsch aus dem Publikum musste Saskia
danach einen echten Kracher abliefern: ein richtiges Jodellied – das war schon
beeindruckend. Zu guter Letzt spielten die beiden noch ein Lied – true story –
über einen Rodeoreiter. „There Ain’t no Horses Born That I Can’t Ride“ ist die
Refrainzeile. Begeisterung pur beim Publikum und hoffentlich auch Begeisterung
bei Saskia und Darrel über den Folk Club. Die Beiden muss man gehört haben!
So mit
Glückshormonen vollgepumpt ging’s zum Abschluss dann gemeinsam an die Huldigung
unseres Patrons Jock Stewart.
Auf
Wiedersehen am 4. Mai 2018 mit Daria
Kulesh aus England/Russland als Featured Artist.
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